Transport nach Irland

Die besondere Situation in Irland durch den Brexit

Irland ist aufgeteilt in die beiden Staaten Nordirland und Irland, wobei Irland knapp fünf Sechstel der gesamten Inselfläche einnimmt. Da Irland nicht Teil des Vereinigten Königreiches ist und als eigenständiger Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) erhalten bleibt, wird die neue Außengrenze der EU die Insel teilen. Die neue EU-Grenze verläuft dann circa 360 Kilometer zwischen Irland und Nordirland. Diese Grenze hätte theoretisch Auswirkungen auf den Güterverkehr beziehungsweise Warentransport in und nach Irland.

Die besondere Situation in Irland durch den Brexit
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Transport nach Irland

Das Vereinigte Königreich will aus dem Binnenmarkt und der Zollunion austreten

Die englische Premierministerin May hat angekündigt, dass das Vereinigte Königreich nicht nur aus der EU, sondern auch aus dem Binnenmarkt und der Zollunion aussteigen wird. Es würde also eine Zollgrenze zwischen Irland und Nordirland entstehen. Viele britische Politiker halten diese Option jedoch für nicht realisierbar. Sie vertreten die Position, Nordirland müsse so weit wie möglich in den Binnenmarkt integriert werden, um den Status quo bestmöglich beibehalten zu können.

Internationale Spedition und Projektlogistik nach Irland

Irland ist nicht Teil des Schengen-Raumes, jedoch kooperierendes Mitglied und damit Teil des EU-Zollgebietes. Dadurch wird der organisatorische Aufwand für Logistikunternehmen, Logistikdienstleister und Speditionen vereinfacht. Für einen Transport nach Irland aus einem EU-Mitgliedsstaat bestehen somit grundsätzlich keine Beschränkungen.

Irlands Importe und Exporte

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung exportierte Irland 2015 Waren im Wert von 111 Milliarden Euro und importierte Güter im Wert von 66,5 Milliarden Euro. Exportiert werden hauptsächlich Pharmaprodukte, chemische Erzeugnisse, Elektrotechnik, Medizintechnik und Nahrungsmittel. Nach Irland eingeführt werden allen voran Maschinen und Fahrzeuge, Elektrotechnik, Computer, Chemikalien und Mineralölprodukte. Die Bundesrepublik Deutschland ist jeweils viertgrößter Importeur und Export des Inselstaates. Ein Großteil der Transporte nach Irland wird per Lkw über Fähren von England, Wales oder Frankreich abgewickelt. Für dringende Lieferungen bieten sich Transporte per Luftfracht an.

Die Wirtschaft in Irland ist wieder stabiler

Mitte der 90er Jahre erlebte Irland einen wirtschaftlichen Boom mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten. Im Jahr 2008 kam es in Irland hingegen zu einer Wirtschaftskrise – ausgelöst durch das Platzen einer Immobilienblase. Diese wurde durch die weltweite Finanzkrise 2009 zusätzlich verstärkt. Auch durch die kostspielige und umfassende Sanierung der irischen Banken kam es zu einem massiven Haushaltsdefizit. In den Folgejahren wurden Irland, im Rahmen des Troika-Hilfsprogramms der Europäischen Union, strenge Sparauflagen auferlegt. Durch das Erhöhen der Steuern und Abgaben sowie die gleichzeitige Reduzierung der Ausgaben konnte sich der Staatshaushalt erholen. Das Troika-Hilfsprogramm konnte 2013 verlassen werden. Und Irland konnte wieder an den internationalen Finanzmärkten agieren. Der starke Außenhandel, steigende in- und ausländische Investitionen sowie der erhöhte private Konsum nebst sinkender Arbeitslosigkeit ließen die Wirtschaft seit 2014 wieder kontinuierlich wachsen. Irland wird von Experten eine stabil wachsende wirtschaftliche Zukunft prognostiziert.

Güterverkehr läuft in Irland hauptsächlich über das Straßennetz

In Irland herrscht Linksverkehr. Nach dem Ausstieg aus dem Troika-Hilfsprogramm konnte und wurde stark in das Straßennetz investiert. Heute sind alle großen Städte durch Autobahnen oder Nationalstraßen gut miteinander verbunden. Nahezu der gesamte Güterverkehr wird über die Straße abgewickelt. Des Weiteren verbinden die Autobahnen Irland mit Nordirland, vor allem mit der nordirischen Hauptstadt Belfast. Transporte vom europäischen Festland auf der Straße sind mit Fähren aus Frankreich, England oder Wales möglich und der am häufigsten genutzte Transportweg für Importe

Das Schienennetz in Irland verbindet die wichtigsten Großstädte

Auch das Schienennetz in Irland wurde in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. Wie beim Straßennetz sind durch das Schienennetz alle wichtigen großen Städte gut miteinander verbunden. Für ein Logistikunternehmen oder eine Spedition spielt die Eisenbahn aber aufgrund ihrer hauptsächlichen Ausrichtung auf den Personenverkehr nur eine untergeordnete Rolle.

Wichtig für die Seefracht: die irischen Frachthäfen Cork und Dublin

Die Binnenschifffahrt ist für den Güterverkehr ebenso wie der Schienenverkehr kaum von Bedeutung. Der Marktanteil von Güterbahnen und Binnenschiffen ist mit insgesamt 1,1 Prozent der geringste in der gesamten Europäischen Union. Von Bedeutung hingegen sind die Fähr- und Seehäfen. Die wichtigsten Fährhäfen befinden sich in Dublin, Dún Laoghaire, Larne und Rosslare. Die Häfen in Cork und Dublin sind hingegen als Frachthäfen von Relevanz.

Wichtigster Flughafen Irlands ist Dublin

Irland verfügt über sechs internationale und zahlreiche regionale Flughäfen. Der wichtigste Flughafen befindet sich in der Hauptstadt Dublin, welcher von Austrian Airlines, Lufthansa, Swiss und TUI Fly angeflogen wird. Außerdem befindet sich dort die Basis der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus sowie der irischen Billigairline Ryanair.

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