Logistik für Unternehmen

Transporte nach Weißrussland

Seitdem die von der EU gegen Weißrussland erlassenen Sanktionen seit 2016 größtenteils aufgehoben wurden, sind wir auch wieder verstärkt in Weißrussland aktiv. Im Rahmen einer Zollunion mit Russland und Kasachstan gelten auch für Weißrussland einheitliche Regelungen und Zolltarife. Als erfahrenes Logistikunternehmen wissen wir: Die Kontrollen vor Ort sind sehr gründlich und es wird geprüft, ob die Transportdokumente vollständig und in weißrussischer beziehungsweise russischer Sprache vorliegen. Für sämtliche gewerblichen Transporte sind Genehmigungen notwendig. Für den Straßenverkehr ist zudem seit 2012 eine elektronische Voranmeldung der Waren erforderlich. Für die Warenausfuhr nach Weißrussland gilt ein uneingeschränktes Waffenembargo. Ferner gibt es grundsätzliche Einfuhrverbote beziehungsweise Lizenzpflichten für bestimmte Produkte wie Pflanzenschutzmittel, ozonabbauende Substanzen, Sondermüll oder Pelzarten. Des Weiteren existieren gesonderte Regelungen bei der Einfuhr von Alkohol und speziellen Lebensmitteln. Den Schwerpunkt unserer Projektlogistik nach Weißrussland stellt der Transport von Maschinen, kompletten Industrieanlagen und Anlagenkomponenten dar.

Transporte nach Weißrussland
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Die Wirtschaft in Weißrussland

Weißrusslands Beziehung zu Russland ist nach wie vor eng. Seit 1999 besteht zwischen beiden Ländern ein Unionsvertrag. Seit 2015 ist Weißrussland Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion – gemeinsam mit Russland, Armenien, Kasachstan und Kirgisistan. Das Bruttoinlandsprodukt ist rückläufig und die Wirtschaftspolitik stagniert. Die Gründe dafür sind die wirtschaftlichen Schwierigkeiten innerhalb der Russischen Föderation und durch den Verfall des Rubels ist der für Weißrussland wichtigste Absatzmarkt geschwächt. Eine Vielzahl an Unternehmen ist verschuldet, der private Konsum sowie Investitionen sind zurückgegangen. Mit einem zeitnahen Aufschwung ist in Weißrussland nicht zu rechnen. Die Reserven an Divisen sind gering und bezüglich der öffentlichen Finanzen erwarten Experten sogar eine weitere Verschlechterung. Darüber hinaus sind die wirtschaftlichen Bemühungen Weißrusslands recht widersprüchlich: Sie schwanken zwischen der gewünschten Förderung der Privatwirtschaft und den gleichzeitig dafür auferlegten Restriktionen. Bisher fokussierte sich Weißrussland vor allem auf seine staatlichen Großbetriebe.

Die Umsetzung von Transporten/Transportvorhaben

In Weißrussland gibt es diverse Transportwege, von denen der Straßen- und Schienenverkehr am häufigsten genutzt wird. Wir planen Ihre Ausfuhr nach Weißrussland bis ins Detail und führen den Transport ausschließlich auf der Straße durch.

Das Eisenbahnnetz in Weißrussland

Auf dem gut ausgebauten Schienennetz Weißrusslands findet ein dichter Güterverkehr statt, der reibungslos in die Projektlogistik eingebunden werden kann. Zentrum ist der Rangierbahnhof Sartaval'ny in Minsk, über den die wichtigsten internationalen und nationalen Strecken führen. Sie verlaufen in erster Linie vom Südwesten des Landes in Richtung Nordosten und verbinden Weißrussland in direkter Linie mit Russland, Tschechien, Polen, Litauen, der Ukraine und der russischen Exklave Kaliningrad. Die weißrussische Eisenbahngesellschaft ist die Belaruskaja tschyhunka. Ihr Schienennetz besitzt eine Spurweite von 1.520 Millimetern und stammt überwiegend aus der Sowjetzeit. Ebenso verhält es sich mit dem nationalen Fuhrpark. Umspuranlagen sind an den Grenzbahnhöfen Brest und Hrodna vorhanden.

Binnenschifffahrt in Weißrussland

Weißrussland ist ein Binnenland und verfügt über keine direkte Anbindung ans Meer. Lange galt es jedoch als wichtiges Land für den Binnenschiffsverkehr. Über die schiffbaren Flüsse Dnjepr, Prypjat und Beresina sowie mehrere angelegte Kanäle bestand reger Transitverkehr zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer. Inzwischen hat Weißrussland seine diesbezügliche Bedeutung verloren. Der zentrale Kanal, der Dnjepr-Bug-Kanal, ist bei Brest nahe der polnischen Grenze bereits seit dem Zweiten Weltkrieg unterbrochen und bis heute nicht nutzbar. Mittlerweile wurde aber mit der Sanierung des circa 60 Kilometer langen Kanals und seiner zehn Schleusen begonnen.

Flüge von und nach Weißrussland

Rund 40 Kilometer östlich der Hauptstadt Minsk liegt Weißrusslands einziger internationaler Flughafen. Er wurde 1982 eröffnet und weist ein Passagieraufkommen von knapp 1,5 Millionen Fluggästen pro Jahr auf. Direkte Flugverbindungen bestehen vor allem zu Zielen in Europa und den umliegenden Nachbarstaaten, insbesondere nach Russland. Nonstop-Verbindungen werden zum Beispiel von der Lufthansa und der weißrussischen Fluggesellschaft Belavia nach Berlin, Frankfurt/Main und Hannover angeboten. Österreicher haben die Möglichkeit, ohne Zwischenlandung ab Wien zu fliegen. Regionale Flugplätze können über den nationalen Terminal von Minsk erreicht werden. Der größte Inlandsflughafen befindet sich derzeit in Gomel an der südlichen Landesgrenze zur Ukraine.

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