Droht eine LKW-Krise bald auch in Deutschland?

Droht eine LKW-Krise bald auch in Deutschland?

Seit Wochen herrscht in Großbritannien eine Versorgungskanppheit extremen Ausmaßes. Vielen Tankstellen sind bereits Benzin und Diesel ausgegangen und in den Supermärkten leeren sich die Regale. Die Versorgungskrise ist auf das Fehlen tausender LKW-Fahrer zurückzuführen, die durch den Brexit und die Corona-Pandemie angetrieben worden ist. Doch nun drohen auch in Deutschland Lieferengpässe und ein Versorgungsmangel. Am Folgetag der Bundestagswahl schilderte Olaf Scholz bei einer Pressekonferenz bereits folgenden Standpunkt: "Wenn man versteht, dass der Beruf des Lastwagenfahrers wirklich etwas ist, was viele Menschen gerne machen und man aber nicht genug findet, dann hat das etwas mit den Arbeitsbedingungen zu tun. Und das ist etwas, worüber man nachdenken muss.“

Die Situation aktiviert nun auch Deutschland sich mit dem Ausmaß fehlender LKW-Fahrer zu beschäftigen. Polen, Großbritannien und Deutschland seien nämlich laut der "International Road Transport Union“ am stärksten von einem Fahrermangel betroffen. Derzeit sind nach Einschätzungen des BGL-Chef Dirk Engelhardt etwa 60.000 bis 80.000 Fahrerstellen in Deutschland unbesetzt, während gleichzeitig jedes Jahr rund 30.000 Fahrer in Rente gehen und nicht ausreichend neue Lizenzen ausgestellt werden, um den Mangel zu kompensieren. Dies läge laut Engelhardt unter anderem an der verhältnismäßig hohen Einstiegshürde, da ein Lkw-Führerschein heutzutage mit Kosten bis zu 10.000 Euro verbunden ist. Andere Gründe für das negative Image des Fahrerberufes sind eine schlechte Bezahlung, eine nicht ausreichend ausgebaute Infrastruktur für Rast- und Parkplätze, sowie umkomfortable Fahrerkabinen.

Auch die Logistikbranche bleibt von den Auswirkungen des Fahrermangels nicht verschont. Teilweise werden von den Logistikunternehmen Aufträge abgelehnt und zurückgegeben, da keine Fahrer mehr gefunden werden. Ein Eingreifen der Politik ist hier wichtig, um ein Ausmaß wie das Großbritanniens hierzulande langfristig zu verhindern. 

Montag, 11 Oktober 2021

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