Zwischen Asien und Europa:

Logistik nach Georgien

Der mit 3,7 Millionen Einwohnern sehr dünn besiedelte vorderasiatische Staat Georgien liegt an der Grenze zwischen Europa und Asien. Georgien liegt am Schwarzen Meer und grenzt im Norden an Russland, im Südosten an Aserbaidschan, im Süden an Armenien und im Südwesten an die Türkei. Durch seine besondere Lage am Großen Kaukasus, zwischen dem geografischen Europa und Asien, ist Georgien ein geostrategisch wichtiger Handelspartner der Europäischen Union (EU). Nach Aserbaidschan und den USA exportiert Deutschland die meisten Güter in die Republik Georgien. Dabei sind die Hauptimportgüter Öl und Gas, Kraftfahrzeuge, landwirtschaftliche Produkte und Nahrungsmittel. Aus der Republik werden hauptsächlich Nahrungsmittel (Früchte, Tee, Wein), Kupfer und Textilien exportiert. Deutschland steht bei den wichtigsten georgischen Exportpartnern an siebter Stelle.

Logistik nach Georgien
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Handelsbeziehungen zwischen Georgien und der EU sollen gestärkt werden

Georgien hat ein Assoziierungsabkommen mit der EU abgeschlossen. Dieses wurde 2014 unterzeichnet und ist im Juli 2016 vollständig in Kraft getreten. Das Abkommen soll die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Georgien weiter stärken. Ein Teil davon ist die Deep and Comprehensive Free Trade Area (DCFTA). Diese Freihandelszone ermöglicht Erleichterungen beim Transport nach Georgien und begünstigt den Handel durch Angleichung der Handelsbedingungen. Außerdem ist Georgien Mitglied der World Trade Organization (WTO) und genießt Zollvorteile im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems (APS). Beim Transport nach Georgien durch ein Logistikunternehmen oder eine Spedition ist eine Zollanmeldung mit zahlreichen Dokumenten notwendig. An der Grenze zu Georgien findet eine Zollkontrolle statt, bei der alle Begleitdokumente wie Fracht- und Versanddokumente, kommerzielle Dokumente, Lizenzen, Genehmigungen und Zertifikate von der Spedition vorzuzeigen sind. Je nach genutztem Verkehrsträger muss eine Spedition in Georgien unterschiedliche Dokumente vorlegen.

Georgien hat gute Chancen für kontinuierliches Wirtschaftswachstum

Nach dem Zerfall der Sowjetunion fiel die damals noch junge Republik Georgien in eine dramatische Wirtschaftskrise. Diese begleitete den Staat fast durch die ganzen 90er Jahre hinweg. Mit der Jahrtausendwende wurden durch Reformen neue Strukturen geschaffen, durch die sich die Wirtschaft des Landes stabilisieren konnte. Ein gutes Beispiel für den Aufschwung ist die Entwicklung der Stromenergie. Durch Energieknappheit litt das Land jahrelang an regelmäßigen Stromausfällen, die den Aufbau einer stabilen und gut funktionierenden Industrie stark beeinträchtigten. Durch Wasserkraft wird heute so viel Strom produziert, dass mehr als der Eigenbedarf des Landes gedeckt ist. Etwa 15 Prozent des produzierten Stromes werden aktuell exportiert. In Georgien bieten sich über 300 Flussläufe für die Stromerzeugung durch Wasserkraft an. Sie bieten dem Land enormes Potenzial, von dem bisher lediglich knapp 20 Prozent ausgeschöpft werden. Der große Wirtschaftsfaktor Tourismus hat sich in den letzten zehn Jahren enorm entwickelt. Alleine zwischen 2010 und 2014 hat sich die Anzahl der Touristen in Georgien verdoppelt. Der Anstieg des Tourismus und die Stabilisierung der Wirtschaft ließ die Arbeitslosigkeit sinken. Das Wirtschaftswachstum, gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, stieg seit 2010 konstant jährlich im Schnitt um fast 5 Prozent. Aktuell werden große Investitionen in Pipelines für den Transport von Öl und Gas vom Kaspischen Meer durch Georgien nach Europa getätigt. Außerdem wird vermehrt in Transport und Kommunikation sowie in den Energie- und den Bausektor investiert. Obwohl die Wirtschaft in großen Teilen abhängig von ausländischen Investoren ist, wird der Republik weiterhin ein konstantes Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren zugesprochen.

Gut ausgebaute Fernverkehrsstraßen in Georgien

Das Straßennetz in Georgien umfasst etwa 22.000 Kilometer. Davon sind knapp 8.500 Kilometer mit einem festen Fahrbahnbelag ausgestattet. Die höchste Dichte an gut ausgebauten Fernverkehrsstraßen findet sich in der Region rund um die Hauptstadt Tiflis, in der knapp 25 Prozent der gesamten Bevölkerung des Landes leben. Aus Tiflis beziehungsweise durch Tiflis führen Fernstraßen in alle angrenzenden Nachbarstaaten.

Das staatliche Schienennetz ist in Georgien größtenteils elektrifiziert

Das georgische Schienennetz wird vollständig von der staatlichen Eisenbahngesellschaft betrieben. Es umfasst etwas über 1.600 Kilometer und ist größtenteils elektrifiziert. Die Eisenbahninfrastruktur ist, wie auch das Straßennetz, auf Tiflis konzentriert. Die wichtigsten Strecken führen von der Hauptstadt an die Seehäfen Batumi und Poti am Schwarzen Meer, nach Baku (Aserbaidschan) am Kaspischen Meer und nach Armenien.

Schiffstransporte sind in Georgien von großer Bedeutung

Der Schiffstransport nimmt in Georgien eine bedeutende Stellung ein. Die beiden Seehäfen Poti und Batumi befinden sich seit Jahren in einem stetigen Wachstum. Der Hafen Poti ist dabei wesentlich größer als Batumi und wichtig für den Transport von Öl und Schüttgut. Die Häfen sind gut an das Eisenbahnnetz angebunden, was multimodale Transporte möglich macht.

Direkte Flugverbindungen zwischen Georgien und Deutschland

Georgien verfügt in Tiflis, Batumi und Kutaissi über drei größere Flughäfen. Der wichtigste Flughafen ist der Hauptstadtflughafen in Tiflis. Deutschland ist über Direktverbindungen aus München und Düsseldorf mit Tiflis verbunden.

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