Logistik für Unternehmen

Transporte nach Turkmenistan

Der zentralasiatische Staat Turkmenistan am Kaspischen Meer grenzt im Nordwesten an Kasachstan, im Nordosten an Usbekistan, im Südosten an Afghanistan sowie im Südwesten an den Iran. Über 90 Prozent der Landfläche Turkmenistans werden von der Sand- und Geröllwüste Karakum eingenommen. Weltweites Interesse besteht an den großen Erdöl- und Erdgasvorkommen im Land.

Transporte nach Turkmenistan
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Deutsche Unternehmen und Produkte sind in Turkmenistan sehr beliebt

Dies gilt vor allem für die Technologie- und Gesundheitsbranche. Dort werden deutsche Produkte stark nachgefragt und die bilateralen Handelsbeziehungen stetig ausgebaut. Seit Jahren finden jährliche deutsch-turkmenische Konsultationen statt. Neben Russland, China, den USA und der Türkei befindet sich Deutschland unter den fünf wichtigsten Handelspartnern Turkmenistans, weshalb von beiden Seiten großes Interesse an der Ausweitung der Beziehungen besteht. Innerhalb der Europäischen Union ist Deutschland der wichtigste Partner. Laut Auswärtigem Amt wurden im Jahr 2016 Güter im Wert von etwa 350 Millionen Euro nach Turkmenistan eingeführt und im gleichen Zeitraum Güter mit einem Volumen von knapp über 50 Millionen aus Turkmenistan nach Deutschland exportiert. Im zentralasiatischen Raum ist Turkmenistan, gemessen am Umsatz, der drittwichtigste Außenhandelspartner der Bundesrepublik.

Turkmenischer Staat kontrolliert den Außenhandel

Zollrechtlich fällt Turkmenistan unter das Allgemeine Präferenzsystem der Europäischen Union. Bei einem Transport nach Turkmenistan durch ein Logistikunternehmen oder eine Spedition sind zahlreiche Vorschriften und Bestimmungen einzuhalten. Der Staat kontrolliert quasi den Außenhandel. So ist ein Großteil der Güter vor dem Transport nach Turkmenistan bei den staatlichen Behörden fristgerecht anzumelden. Dazu werden je nach transportierter Ware umfangreiche Zertifikate und Formulare benötigt.

Die Wirtschaft Turkmenistans wächst jährlich um 6 bis 15 Prozent

In den vergangenen Jahren lag das jährliche Wirtschaftswachstum, gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt, zwischen 6 und 15 Prozent. Das größte Standbein der Wirtschaft Turkmenistans sind Exporte von Öl und Erdgas. Langfristige Verträge mit der Volksrepublik China garantieren kontinuierliche Stabilität. Landwirtschaft ist aufgrund des in der Wüste begrenzten Zugangs zu Wasser nur im Norden und Süden Turkmenistans möglich. In diesen Gebieten wird hauptsächlich Baumwolle angebaut. Die größten Industrien des Landes sind die Textil- und Chemieindustrie. Trotz der Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen auf dem Weltmarkt erwartet die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in den kommenden Jahren ein jährliches Wirtschaftswachstum von 6 bis 10 Prozent.

Milliardenschwere Investitionen ins turkmenische Straßennetz

Die Infrastruktur in Turkmenistan ist von der Wüste Karakum geprägt. Aktuell wird massiv am Ausbau der Infrastruktur mit zahlreichen Großprojekten gearbeitet. An diesem Ausbau sind auch große deutsche Konzerne wie Siemens oder Telekom beteiligt. Die Hauptverkehrsader des Landes verläuft entlang der ehemaligen Seidenstraße in Ost-West-Richtung und reicht von Samarkand in Usbekistan über die Hauptstadt Aşgabat bis an das Kaspische Meer nach Türkmenbaşy. Das größte und wichtigste Projekt im Straßenbau ist der Bau einer circa 560 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsautobahn von der Küstenstadt Türkmenbaşy in die Hauptstadt Aşgabat. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 3 Milliarden US-Dollar.

Das Schienennetz in Turkmenistan wird kontinuierlich ausgebaut

Seit 2002 wurde in Turkmenistan viel für die Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur getan. Das Schienennetz wurde in den letzten Jahren von 2.530 Kilometern auf etwa 3.900 Kilometer erweitert. Über 65 Prozent der Gütertransporte auf der Schiene sind Transitverkehre. Hierbei ist die 2014 fertiggestellte Strecke von Uzen (Kasachstan) über Gyzylgaya und Bereket nach Gyzyletrek an der Grenze zum Iran von besonderer Bedeutung. Über die neue Bahnstrecke sind Transporte aus dem Osten Chinas bis nach Teheran im Iran mit etwa 14 Tagen fast doppelt so schnell wie Transporte, die per Seefracht durchgeführt werden.

Die Schifffahrt Turkmenistans über das Kaspische Meer

Die Schifffahrt in Turkmenistan wird aktuell durch den Neubau des internationalen Seehafens in Türkmenbaşy am Kaspischen Meer bestimmt. Die Projektleitungen der zahlreichen Einzelprojekte liegen bei dem deutschen Unternehmen Inros Lackner AG und dem türkischen Unternehmen Gap Insaat Yatirim ve Dis Ticaret A.S. Die Projekte umfassen unter anderem den Bau von fünf betriebsbereiten Terminals, die Modernisierung des Eisenbahn-Fährhafens und den Bau einer neuen Werft. Das Gesamtprojektvolumen beläuft sich auf etwa 1,5 Milliarden US-Dollar und soll in Kürze fertiggestellt sein.

Turkmenistan verfügt über drei internationale Flughäfen

Diese befinden sich in Aşgabat, Türkmenbaşy und Mary. Der Hauptstadtflughafen in Aşgabat ist dabei der größte und am häufigsten frequentierte Flughafen. Der Heimatflughafen der einzigen turkmenischen Fluggesellschaft Turkmenistan Airlines befindet sich in Mary. Insgesamt spielt der Luftverkehr in Turkmenistan für Warentransporte eine eher untergeordnete Rolle.

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