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Transport nach Bulgarien

Bulgarien ist Mitglied der Europäischen Union (EU) und somit Teil des europäischen Binnenmarktes. Mit seiner Lage an der Grenze zur Türkei nimmt das Land eine wichtige Stellung als Transitland für den Güterverkehr zwischen Südosteuropa und dem Nahen Osten beziehungsweise Vorderasien ein. Durch den am Schwarzen Meer gelegenen Staat führen die vier paneuropäischen Verkehrskorridore IV (Dresden – Thessaloniki), VII (Donau), VIII (Durrës – Burgas) und IX (Helsinki – Alexandropolis). Die Strecke zwischen der Hauptstadt Sofia im westlichen Teil des Landes und dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt Burgas am Schwarzen Meer ist Teil des transeuropäischen Transportnetzes der Europäischen Union.

Transport nach Bulgarien
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Transitland für Transporte von Europa nach Asien

Transporte nach Bulgarien

Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2015 Waren mit einem Gesamtwert von 29,23 Milliarden US-Dollar nach Bulgarien importiert. Deutschland ist mit einem Anteil von 12,9 Prozent, noch vor Russland, der wichtigste Importeur. Aus der Bundesrepublik werden hauptsächlich Kraftwagen, Kunststoffe, Maschinen sowie chemische und elektronische Erzeugnisse importiert. Der wichtigste Exportmarkt für Bulgarien ist ebenfalls Deutschland. Hauptexportgüter sind Eisen, Stahl, Buntmetalle, Tabakwaren, Lebensmittel, Textilien und Maschinen. Da Bulgarien Teil des europäischen Zollgebietes ist, bestehen grundsätzlich keine Beschränkungen für den Güterhandel innerhalb des europäischen Binnenmarktes. Für Speditionen und Logistikunternehmen wird dadurch der Transport nach Bulgarien vereinfacht. Unterschieden werden muss jedoch zwischen dem Binnenhandel und dem Außenhandel. Innerhalb der EU sind lediglich für Verbrauchswaren wie Alkohol, Tabakwaren oder Mineralöl Zollpapiere notwendig. Beim Transport nach Bulgarien muss jedoch nachgewiesen werden, dass die Ware tatsächlich das Versenderland verlassen hat. Sowohl für den Binnen- als auch für den Außenhandel sind weiterhin Formalitäten nach der Intrastat-Regelung notwendig. Die Intrastat-Meldungen dienen statistischen Zwecken und sind unter bestimmten Voraussetzungen beim Statistischen Bundesamt fristgerecht einzureichen.

Die Wirtschaft Bulgariens entwickelt sich positiv

Bulgarien ist nach dem durchschnittlichen BIP pro Kopf zwar noch das ärmste Land der Europäischen Union, befindet sich aber seit einigen Jahren im Aufschwung. Seit der Weltwirtschaftskrise 2009 stieg das BIP kontinuierlich. Die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing (GTAI) beurteilt die wirtschaftliche Lage vor allem für die Logistikbranchen IT und Elektrotechnik, Maschinenbau, Automobil und Umwelttechnik als positiv. Problematisch sind der demografische Wandel und die gleichzeitige Abwanderung von Fachkräften. Abgesehen von Spezialisten in der stark wachsenden IT-Branche verlassen viele junge und gut ausgebildete Menschen das Land. Bulgarien ist dennoch bestrebt, seine Industrien weiter auszubauen und das Defizit im Staatshaushalt weiterhin niedrig zu halten. Die Schwerpunkte liegen auf der Förderung des IT-Sektors und dem Aufbau eines Automobilproduktionsstandortes. Der bulgarische „Automotive Cluster“, der von zahlreichen Zulieferbetrieben der Automobilindustrie getragen wird, bildet die Basis für die Entwicklung in dieser Branche. Bulgarien ist durch eine der schnellsten Internet-Anbindungen der Welt zu einer der Top-Outsourcing-Destinationen großer Konzerne für den technischen Support geworden. Dadurch steigen auch die Entwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen der Projektlogistik für Logistikunternehmen und Speditionen. Für die nächsten fünf bis zehn Jahre wird ein starkes und stetiges Wirtschaftswachstum erwartet.

Ausbau des bulgarischen Autobahnnetzes

Durch die geografischen Gegebenheiten liegt der Fokus in Bulgarien auf Ost-West-Verbindungen. Bulgarien verfügt über ein etwa 20.000 Kilometer langes Straßennetz, davon entfallen etwa 1.200 Kilometer auf Autobahnen. 2013 wurde die Autobahn „Trakija“ fertiggestellt, welche die Hauptstadt Sofia und die Hafenstadt Burgas am Schwarzen Meer verbindet. Im europäischen Vergleich verfügt Bulgarien nur über wenige Autobahnen, dennoch wird von Logistikunternehmen und Speditionsunternehmen die Straße zum Transport von Gütern bevorzugt. Aktuell laufen mehrere Projekte und Ausschreibungen zum Ausbau des Autobahnnetzes, die zu großen Teilen aus Strukturprogrammen der Europäischen Union finanziert werden.

Das Schienennetz in Bulgarien soll modernisiert werden

Das bulgarische Schienennetz ist relativ dicht, aber in keinem guten Zustand. Es existiert, wie in den angrenzenden Ländern, kein Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die durchschnittliche Geschwindigkeit liegt bei 50 km/h und die Strecken sind oftmals nur eingleisig befahrbar. Die wichtigsten Strecken sollen jedoch, auch mithilfe ausländischer Investoren und Mitteln der EU, ausgebaut und modernisiert werden. Der Fokus liegt dabei auf den beiden Strecken Sofia – Istanbul und Sofia – Thessaloniki.

Bulgariens Seefracht via Schwarzes Meer

Die Binnenschifffahrt spielt in Bulgarien kaum eine Rolle. Von hoher Relevanz ist aber die Anbindung an das Schwarze Meer. Vor allem für den Transport von Schüttgut und Automobilen sind die beiden größten Seehäfen des Landes in Burgas und Warna am Schwarzen Meer von Bedeutung. Im Jahr 2011 hat die bulgarische Regierung den Hafen Burgas für die nächsten 35 Jahre an die bulgarische Seereederei Parachodstwo Balgarski morski flot verpachtet. Damit hat sich die Reederei vertraglich dazu verpflichtet, 100,3 Millionen Euro zu investieren.

Der Flugverkehr von Bulgarien aus ist überwiegend innereuropäisch

Die drei größten internationalen Flughäfen in Bulgarien befinden sich in der Hauptstadt Sofia und den Küstenstädten Burgas und Warna. 2006, kurz vor dem EU-Beitritt, wurde ein zweiter Terminal am Hauptstadtflughafen eröffnet. Aus Sofia werden hauptsächlich Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Flughäfen London und Madrid angeflogen.

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