Transport und Spedition

Projektlogistik nach Kirgisistan

Das zentralasiatische Binnenland Kirgisistan wurde als erster GUS-Staat 1998 Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) und gilt als Handelszentrum der Region. Fast die gesamte Fläche des Landes liegt im Hochgebirge des Tianshans. Kirgisistan grenzt im Südosten an die Volksrepublik China, im Südwesten an Tadschikistan, im Westen an Usbekistan sowie im Norden an Kasachstan. Kirgisistan importiert hauptsächlich Rohstoffe (Erdöl), Maschinen, Lebensmittel und Kraftfahrzeuge – im Wesentlichen aus Russland, China, Kasachstan, Deutschland und Japan. Einem Importvolumen von 4,07 Milliarden US-Dollar stehen Exporte lediglich mit einem Volumen von 1,68 Milliarden US-Dollar gegenüber. Exportiert werden hauptsächlich Gold, Nahrungsmittel, mineralische Produkte und Textilien. Die Hauptabnehmerländer sind Kasachstan, Usbekistan, Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz.

Projektlogistik nach Kirgisistan
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Aus der Bundesrepublik wurden im Jahr 2015 hauptsächlich Kraftfahrzeuge und Maschinen im Wert von 51 Millionen Euro exportiert. Dem steht ein Exportvolumen aus Kirgisistan nach Deutschland von 12,8 Millionen Euro gegenüber. Dabei werden hauptsächlich Rohstoffe, Tabak und Lebensmittel nach Deutschland exportiert. Der Transport innerhalb Kirgisistans ist geprägt vom Handel zwischen China und Russland. Seit März 2016 gelten neue Regularien für den Import von Waren, welche die Grenze Kirgisistans innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion überqueren. So ist 30 Tage vor dem Grenzübergang eine steuerliche Voranmeldung der Waren notwendig. Diese wird in dreifacher Ausfertigung vom nächstgelegenen Steueramt des Empfängers beglaubigt, beispielsweise von einer Spedition in Kirgisistan. Neben den gesetzlichen Anforderungen und Vorschriften der Zollunion sind nationale kirgisische Regularien zwingend zu beachten. Darunter fallen die technischen Reglements der Republik Kirgisistan, die KMC-Zertifizierung sowie eine notwendige staatliche Registrierung von medizinischen Produkten und Geräten.

Kirgisistan – eine Wirtschaft mit Nord-Süd-Gefälle

Nach dem Zerfall der Sowjetunion konnte Kirgisistan konsequent und unter allen Nachfolgestaaten am schnellsten marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen. Dennoch schaffte es die Regierung in den 90er Jahren nicht, eine tiefe ökonomische Krise zu verhindern, weshalb Armut heute verbreitet ist. Die Wirtschaftsentwicklung des Landes unterliegt teilweise starken Schwankungen. Bedingt durch den Regierungswechsel 2010 schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent. Im Folgejahr konnte sich die Wirtschaft jedoch wieder erholen und wuchs 2011 um 5,7 Prozent, 2012 sank sie hingegen wieder um 0,9 Prozent. 2013 wuchs die Wirtschaft um 10,4 Prozent und 2014 um 3,6 Prozent. Auffällig ist das starke Nord-Süd-Gefälle. Im Norden wird der Großteil der Wirtschaftsleistung erbracht, weshalb diese Region reicher ist als der Süden. Bemerkenswert ist die solide Haushaltspolitik. Trotz dieser Probleme konnte das Land, im Gegensatz zu anderen ehemaligen sowjetischen Staaten, einen relativ stabilen Staatshaushalt etablieren. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sieht in Kirgisistan gute Ansätze auf dem Weg zur Demokratie und einer freien Marktwirtschaft. Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung ist in großen Teilen von Fördermitteln anderer Staaten und ausländischen Investoren abhängig, weshalb eine zuverlässige Prognose kaum möglich ist.

Das Straßennetz ist in Kirgisistan alternativlos

Der Gütertransport in Kirgisistan wird aufgrund fehlender Alternativen nahezu ausschließlich über die Straße abgewickelt. Das Straßennetz umfasst etwa 34.000 Kilometer, wovon nach offiziellen Angaben 7.228 Kilometer mit einer festen Oberfläche ausgestattet sind. Viele Straßenverbindungen sind jedoch in den Wintermonaten aufgrund der Witterungsbedingungen nur eingeschränkt nutzbar. Durch Kirgisistan führen sechs Europastraßen. Die kirgisische Stadt Osch im Südwesten des Landes ist durch den 1.252 Kilometer langen Pamir Highway mit der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe verbunden. Nach China führen zwei Routen über den Torugart-Pass und den Irkeschtam.

Das Schienennetz in Kirgisistan ist für Transporte ungeeignet

Das kirgisische Schienennetz umfasst lediglich 370 Kilometer, ist nur schlecht ausgebaut und spielt so gut wie keine Rolle im Güterverkehr. Die einzigen Strecken, auf denen gelegentlich Fracht transportiert wird, sind die Verbindungen Bischkek – Balyktschy und Lugowoi – Bischkek.

Seefracht ist in Kirgisistan nur auf einem See möglich

Die einzige Frachtschifffahrt in Kirgisistan findet auf dem See Yssykköl statt. In der Stadt Balyktschy befindet sich der einzige Hafen des Landes. Keiner der kirgisischen Flüsse ist schiffbar.

Vier internationale Flughäfen vereinfachen den Luftfrachttransport

Dazu kommen mehrere regionale Flughäfen. Für Exporteure, Speditionen und Logistikunternehmen sind aber vor allem die internationalen Flughäfen in Manas nahe der Hauptstadt Bischkek und Osch von Bedeutung. Via Direktverbindung ist der Flughafen Manas mit Moskau, Taschkent, Duschanbe, Istanbul, Baku und London verbunden. Für eine Spedition oder ein Logistikunternehmen kann ein Transport nach Kirgisistan durch die Möglichkeit der Luftfracht vereinfacht werden.

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