Die Zahl deutscher Unternehmen in Russland sinkt

Die Zahl deutscher Unternehmen in Russland sinkt

Im Zuge der andauernden Corona-Pandemie im Jahre 2020 sind zum Jahresende die Zahlen registrierter deutscher Unternehmen in Russland von 4274 auf 3971 Firmen zurückgegangen. Das macht im Vergleich zum Vorjahr 2019 eine Abnahme von rund 7 Prozent aus. Dabei handelt es sich um offizielle Angaben der russischen Steuerbehörde  die durch die deutsch-russische Auslandshandelskammer (AHK) herausgegeben worden sind. Laut aktuellen Äußerungen von Rainer Seele, der Präsident der AHK, mache sich die COVID-19-Pandemie auch bei der deutschen Wirtschaft in Russland bemerkbar. Doch nicht nur die Krisensituation sei ein Indikator für die rückläufigen Zahlen. Auch zahlreiche Sanktionen zwischen der EU und Russland und die darauf basierenden politischen Spannungen zwischen Berlin und Moskau haben Auswirkungen darauf. Auch globale Handelskonflikte und Protektionismus bedingen nach AHK-Präsident Seele die große Komplikationen für deutsche Unternehmen in Russland. Trotzdem investiert die deutsche Wirtschaft weiterhin mit hohem Engagement in Russland. Die Netto-Direktinvestitionen von Deutschland in Russland lagen im vergangenen Jahr bei etwa 1,3 Milliarden Euro, und das trotz der Corona-Krise. Außerdem ist das im Dezember gewählte Gremium zur Verbesserung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern trotz aller Sanktionen ins Leben gerufen worden. 

Mittwoch, 20 Januar 2021

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